Ist das Gute ein Stimmungstöter? Über den Genuss der Moral
Abstract
Dass man Moral genießen könne, mutet wie eine Behauptung an, die auf einem Kategorienfehler beruht. Moral geht mit Entsagung, mit Pflichten und Verboten einher, kurzum mit einer Welt der Prinzipien und Gesetze, der wir unser Tun und Lassen unterwerfen müssen, so wurde uns vermittelt. Zu lachen gibt es scheinbar wenig, wo „das Gute“ regiert, zu genießen schon gar nichts. Ist das Gute nur attraktiv, wenn der Weg dorthin nicht mit den Glasscherben der Pflicht gepflastert ist oder gibt es eine Möglichkeit, das Gute zu genießen?
