Sportaktivität als Stresspuffer
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Authors
Klaperski-van der Wal, S. Sandra
Seelig, H. Harald
Fuchs, R. Reinhard
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Abstract
Die Rolle des Sports als Strategie der Stressregulation ist noch wenig systematisch erforscht. Im vorliegenden Beitrag wird die sog. "Stresspuffer-Hypothese der Sportaktivität" genauer geprüft. Sie besagt, dass Sportaktivität die negativen Auswirkungen von Stress auf die Gesundheit "abzupuffern" vermag. Bis heute ist diese Hypothese noch nicht überzeugend empirisch belegt, vor allem mangelt es an längsschnittlicher und experimenteller Evidenz. In der vorliegenden Studie wird die Stresspuffer-Hypothese sowohl quer- als auch längsschnittlich überprüft: N = 427 Angestellte machten an zwei Messzeitpunkten im Abstand von zehn Monaten Angaben zu ihrer seelischen Gesundheit, ihrem arbeitsbedingten Stresserleben und ihrer Sportaktivität. Die Ergebnisse bestätigen den Stresspuffereffekt auf der Ebene der Querschnittsanalysen - bei Betrachtung des aktuellen Stresserlebens und des aktuellen Sporttreibens - nur teilweise, auf der Ebene der Längsschnittanalysen - bei Betrachtung des chronischen Stresserlebens und des chronischen Sporttreibens - dagegen in vollem Umfang. Die Befunde deuten darauf hin, dass das habituelle Sportverhalten insbesondere bei zeitlich andauernden Stressbedingungen seine gesundheitsprotektive Wirkung zu entfalten vermag.
